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Grass: Roter Oktober

 

Der Oktober ist ein Grassmonat. Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 im Danziger Stadtteil Langfuhr geboren. Im Oktober 1999 verkündete die Schwedische Akademie, dass er der letzte Literaturnobelpreisträger des 20. Jahrhunderts sei.

Im Oktober 2011 gelingt dem im Sternzeichen der Waage geborenen Grass nur mühsam ein Ausgleich der Extreme: In Berlin wird ein Buch über seine Wahlkämpfe für Willy Brandt vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Gelegenheit kritisiert Grass in scharfem Ton die Abschaffung der Wehrpflicht (was die SPD allerdings lange gefordert hatte).

Prompt kürt die BILD-Zeitung Günter Grass am 8. Oktober zum Verlierer des Tages. Nach jahrelangem Streit mit der Springerpresse hatte erst vor wenigen Jahren ein Versöhnungsgespräch mit dem Springer-Chef Matthias Döpfner in Behlendorf stattgefunden.

Zuvor hatte die WELT orakelt, die Stasi hätte nach dem Mauerbau die Verhaftung von Günter Grass geplant. Der Coup sei an der Unschlüssigkeit des Schriftstellerkollegen Erwein Strittmatter gescheitert. Unmittelbar nach dem Mauerbau hatte Grass noch gegen die DDR-Führung protestiert, sie aber Ende der 80er -Jahre eine "kommode Diktatur" genannt - was ihm noch in diesem Jahr die scharfe Kritik der Bundesregierung einbrachte.

Das Stasigefängnis blieb Günter Grass erspart.

 

Bleibt, ihm einen schönen Geburtstagssonntag zu wünschen.

 

 

 

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Fotos © Andreas Henschel

SW-Foto Brandt Grass: Bundesarchiv