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Kunterbunt

Angelina Jolie, Lady Gaga, Günter Grass und Rihanna

BlechtrommelAusgerechnet an der pikantesten Stelle der Autobiografie von Grass ist der Zwiebelhaut nichts eingeritzt, schreibt der Meister auf Seite 126. Doch auf dem entblößten Schlüsselbein von Rihanna ist das anders: "Never a failure, always a lesson" hat sie sich einritzen lassen, in etwa "Aus Fehlern wird man klug". Unklar ist, auf wen oder was sich die Popdiva bezieht. In die Haut geritzte Literatur ist cool. Megan Fox hat sich Shakespeares König Lear für ihr rechtes Schulterblatt erwählt: "We will all laugh at gilded butterflies", zu Deutsch: "Wir werden alle über vergoldete Schmetterlinge lachen". Und Lady Gaga kann Rainer Maria Rilke auf der Innenseite ihres Oberarms nachlesen: "Prüfen Sie, ob er in der tiefsten Stelle Ihres Herzens seine Wurzeln ausstreckt, gestehen Sie sich ein, ob Sie sterben müssten, wenn es Ihnen versagt würde zu schreiben. Dieses vor allem: Fragen Sie sich in der stillsten Stunde Ihrer Nacht: Muss ich schreiben?"
Das amerikanische Magazin Forbes warnt vor literarischen Abgründen: Ziert den Unterarm von Angelina Jolie noch ein Tattoo von Tennesee Williams, sei es bei ihrem abdomen lateinisch: "quod me nutrit me destruit." Hm. Was mich nährt, zerstört mich?

 

Schüsse am Brink

Die Lage spitzte sich zu: Der Vater der vier Kinder schoss am Brink in die Luft. Auch die Butscher waren überrascht. Sie hatten eine lange Reise hinter sich, kamen aus der Nähe von Königsberg in Ostpreussen. Wie so viele waren sie auf der Flucht, auf der Flucht vor den Kriegswirren und in Furcht vor dem Feind hinter die Linie der Briten im Jahr 45, dem letzten Jahr des 2. Weltkrieges. Bei Ratzeburg waren sie in den Westen gekommen und von dort waren sie nach Behlendorf verteilt worden. Nun standen insgesamt fünf Pferdefuhrwerke am Brink, doch niemand fühlte sich zuständig und verantwortlich, um den Flüchtlingen eine Bleibe zuzuteilen. Verzweifelung, Hunger, Furcht und Überanstrengung waren groß. Erst als der alte Reglitzky drohend mit seiner Pistole in die Luft schoss, kam Bewegung in die fremdelnde Schar der Dorfbewohner. Erster Anlaufpunkt war ein Strohdachhaus am Brink, wo es eine warme Mahlzeit von der offenen Feuerstelle gab. Dann war die Jugendherberge Quartier, das jetzige Gemeindehaus für die Vereine am See. Einige Zeit lebt die Familie dann an der Ziegelei bis sie bei Adolf Martens unterkam. Ein Gedenkstein findet sich am Friedhof. Streng war die Erziehung der Mutter, besonders, wenn die Knaben den ordentlichen Ruf der Flüchtlinge aufs Spiel setzten. Was durchaus der Fall war, als etwa ein Weihnachtskarpfen aus einer Reuse verschwand oder das Unterholz am Moor im Wald angesteckt war. Trotzdem ist was Ordentliches aus ihnen geworden: Der Drittälteste organisiert heute regelmäßig für den Blau-Weiß Buchholz den größten Stadtlauf seines Landkreises. Seine Vita erschien im Hamburger Abendblatt und auch Behlendorf.net suchte das Gespräch.

Vielen Dank

DaisyAuf diesem Wege ein herzlicher Dank für die Emailzuschriften. Zu der über das Winterwochenende laufend aktualisierten Seite "Daisy" belegen sie, dass das Interesse am Geschehen in Behlendorf sogar überörtlich ist – "ausgezeichnet dargestellt" heißt es in einer Mail aus Lübeck. Das freut uns und stärkt das ehrenamtliche Engagement ganz allgemein. Natürlich freut uns besonders, dass unser Konzept ankommt. Seit 2003 sollen Bilder und Texte unterstreichen, dass es lohnt sich für seine Heimat Behlendorf einzusetzen: Behlendorf ist schön, erhaltenswert und zukunftsfähig. Dieses Anliegen wird mitunter weltweit geteilt. Nicht nur aus dem Tor zur Welt – Hamburg – kommen zustimmende Emails sondern auch aus der Schweiz, Kanada oder anderswo. Eine sehr spezielle Form des Kompliments ist die Nachahmung. So freuen wir uns, dass ein weiterer Auftritt teilweise unser Konzept (zwar ohne netten Text aber) mit Fotos kopiert, wenn auch, zugegebenermaßen, mit der aufwendigeren und teureren Fototechnik.


Fachchinesisch (Global Village Zwo)

Chinesisch Wenn der Umweltchemiker vom Limnologieinstitut die Restaurierungsmaßnahme am See erklärt, klingt's fachchinesisch: Das australische Pendant zum Fraunhoferinstitut hat ein Patent, Bentonit mit Lanthan-Ionen anzureichern, ein Verfahren, das seit dem Boom in China kostengünstiger geworden ist, weil Lanthan bei steigender Eisenerzverarbeitung in größeren Mengen anfällt und Bentonit plus Lanthan als Bentophos Phosphat bindet...alles klar?
Deutsch In drei Sätzen bedeutet das erstens, der Behlendorfer See profitiert vom globalen Wissen der Ingenieure, zweitens Europa spart Geld, denn die EU bezahlt die Maßnahme und drittens sind die Ingenieure am See ganz schön freundlich und auskunftsfreudig, um ihre Arbeit verständlich zu machen - danke.

Weiteres zu "Global Village" weiter unten (Die Kanalpappeln gehen nach China).

Eiche

EicheSo eine Eiche ist schon etwas besonderes. Anhand des Umfangs und des Wuchses schätzt der Baumpfleger das Alter der Eiche an unserer Kirche auf 780 bis 790 Jahre. Jedes Jahr werden tote Äste entnommen, denn das Naturdenkmal darf keine Gefahr für die Kinder im Behlendorfer Kindergarten, die Friedhofbesucher oder Kirchgänger darstellen. Zehn bis fünfzehn Jahre könne sie bei guter Pflege durchaus noch leben, meint der Spezialist. Das Klima im Herzogtum Lauenburg müsste gut sein: Am Vossberg steht eine ähnlich alte Eiche (Storcheiche nach einem Paar des Schwarzen Storches das dort genistet hatte, Stammumfang 6 Meter 15) und im Revier Witzhaver Viert (heute Revier Aumühle) des Sachsenwaldes (Sachsenwald) war schon die mehrhundertjährige Fürsteneiche Lieblingsbaum des eisernen Kanzlers Fürst Otto von Bismarck.
Weitere Berichte zur 800-jährigen Eiche weiter unten. (Weitverzweigte Geschichte)
Behlendorf in der Literatur

Mit Erscheinen des "Tagebuch 1990: Unterwegs von Deutschland nach Deutschland" wird Behlendorf vielfach in den Feuilletons und Gazetten zitiert. Denn die Zeitungen greifen die Tagebucheintragungen auf, die oftmals mit Behlendorf überschrieben sind, dem Wohn- und Rückzugsort von Günter Grass, Ausgangspunkt mancher seiner Überlegungen und Reisen. Er selbst bekundet seine Lust "vor dem Schreibpult auf und ab zu laufen, zu brabbeln, Sätze so lang zu kauen, bis sie mundgerecht sind, bei kalter und warmer Pfeife." Viele Einblicke gewährte er schon in "Fundsachen für Nichtleser", "Mein Jahrhundert" oder "Die Box". In Behlendorf ist die Straße, an der er mit seiner Frau wohnt, nicht mit dem Namen bekannt, sondern heißt "bei Günter Grass vorbei", hier schätzt man seine Frau Ute, kennt man den Teich und "Herrn Lübcke", weiß man um die Hechtvorlage für die Zeichnung, ist Günter Grass Nachbar Grass (mit externen Links).

Altweibersommer

Mit so einer Internetseite kann man sich schnell auf juristisches Glatteis begeben. Wehe zum Beispiel dem, der nicht von jeder Seite erreichbar ein Impressum mit Vor- und Nachnamen einer verantwortlichen natürlichen Person inklusive Adresse angibt. Hier schon mal gleich das einschlägige Urteil, dass mit der Überschrift Altweibersommer keine Diskriminierung gemeint ist, sondern eine schöne Jahreszeit beschrieben sein soll.

Das LG Darmstadt hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks Altweibersommer durch die Medien keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von älteren Damen darstellt (LG Darmstadt, Az. 3 O 535/88, Urteil vom 2. Februar 1989; NJW 1990, Seite 1997).

Und so entstand der Name: Er leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit "weiben" wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet. In norddeutschen Dialekten nennt man die Altweibersommerfäden Metten, Mettken oder Mettjen (als Verkleinerungsform von Made, d.h. man hielt sie für Raupengespinst). Wegen der lautlichen Ähnlichkeit wurde dieser Begriff volksetymologisch zu Mädchen umgedeutet. Im Volksglaube wurden diese Spinnweben aber auch für Gespinste von Elfen, Zwergen, der Nornen oder der Jungfrau Maria ("Marienfäden", "Mariengarn", "Marienseide", "Marienhaar" oder "Unserer Lieben Frauen Gespinst", "Mutter Gottes Gespinst") gehalten. Weitere Bezeichnungen sind Ähnlsummer, Frauensommer, Mädchensommer, Mettensommer, Mettkensommer, Metjensommer, Witwensömmerli, Liebfrauenhaar und fliegender Sommer.

Blog

Tshalina (Nickname), eine junge Frau aus Labenz, beschreibt in ihrem Weblog die Beachparty. "Behlendorf feierte und das nicht nur vor Ort auf der Beach Party selbst, sondern auch die Nachbarschaft. Die Anwohner saßen in ihren Carports, beobachteten bei gekühltem Bierchen und eiskalter Coke die Partywütigen, die auf den doch recht langen Wegen zwischen "Hier parkt mein Auto" und "Da ist die Party" umherirrten."

Blogs und ihre Beliebtheit nehmen zu. Da ist es Zeit, den vielen umhergesendeten Kommentaren zur Dorfpolitik, den Jimmygeschichten und anderem Platz zu geben. Hier ist der Anfang. www.blog.behlendorf.net

Hüttenschlackenstein

726 Tonnen Steine lagern seit dem 10. Juni 2009 an der Ziegelei Behlendorf am Elbe-Lübeck-Kanal und warten darauf, zwischen Behlendorf und Berkenthin als Uferbefestigung in der Böschung verbaut zu werden. Kein einheimisches Gestein, denn gefertigt wurden die Steine bei der Norddeutschen Affinerie. Es handelt sich um Hüttenschlackenstein, der deutlich schwerer und dichter ist als Naturstein (etwa 3,8 zu 2,3 kg/dm³). So ist er eben auch beständiger. Angeliefert wurde alles auf einmal. Denn die Nähe zum Wasser ermöglichte, dass die MS Taurus die Lieferung brachte.

Radtour nach Berkenthin

Zu den schönen Behlendorf-Radtouren zählt der Weg über den Taubenberg nach Anker, an der Hude über den Kanal und auf dem Kanalradweg bis kurz hinter der Hütte bei Hollenbek und dann hoch nach Göldenitz. Von dort nach Berkenthin und gleich rechts den Fahrradweg auf der Fahrbahn hinunter zum Kirchstieg. Dabei ist kurz vor "Meiers" die "Werft" des Salzprahms zu entdecken. Nach der Überquerung des Kanals sind die Symbole der Stecknitzfahrer an der Berkenthiner Kirche zu finden. Entlang der Berkenthiner Kirchenstraße: die Landmaschinen Bargmanns, die Pommeriten mit den Ziegen und dann die Häuser Hollenbeks. Unterhalb des Schorbergs und dann "bei Grass hoch" und durch den Wald parallel der Kreisstraße geht es vorbei an der "alten Schießbahn" zurück nach Behlendorf.

Zwischen Göldenitz und Berkenthin ist eine Vielzahl von Tieren zu entdecken. Nach Wasserbüffeln, Wisenten (bzw. Bisons), Eseln und Kamelen auch etliche Zebras - alle in der Obhut eines in Tiere vernarrten Tierarztes. Auch wenn Tierhaltung häufig grundsätzlich umstritten ist: Die Tiere sind eine Attraktion, das weiß auch die "Stecknitz-Region", die auf vielen Wegen für die Region und damit auch für Behlendorfer Ferienwohnungen wirbt.


Konkurrenz belebt das Geschäft

sagte ein Vorstand des Brinkhuusvereins und meinte den Umstand, dass sich Behlendorf nach sechs Jahren eine zweite zusätzliche Internetseite gönnt. Das mag zwar für geschäftliche Bereiche gelten, kaum aber fürs Ehrenamt. Was würde aus dem Brinkhuusverein, der Feuerwehr oder den Fußballfreunden, wenn man die wenigen Aktiven noch in konkurrierende Gruppen spaltet? Es war schon eine Kunst der Bürgermeisterin und Bauausschussvorsitzenden in der Zeit 2003 bis 2008 die unterschiedlichsten Kräfte zur Mitarbeit im Projekt 2006 am Feuerwehrgerätehaus oder beim Brinkhuus zu gewinnen. Selbst lautstarke Kritiker wurden bis zur letzten Fliesenfarbe um ihre Meinung gefragt, ein Lehrstück zur Demokratie. Deswegen ist hier seit Monaten auf vielen Seiten über Zusammenarbeit geschrieben. (Siehe auch "Salzprahm").

Veranstaltungsglück

Glatt wie die Straßen im derzeitigen Winter kann das Parkett im Brinkhuus für Veranstaltungen sein. Mancher Organisator muss nachbestuhlen wie beim Grünkohlessen aber für jeden dreht sich das Karussel und beim nächsten Mal könnte nur ein Dutzend Spaß haben an deftiger Kost, Informationen und Unterhaltung. Das Brinkhuus erlebt Höhen und Tiefen. Aber wenn die komplette Gemeindevertretung und der extra erweiterte Kulturausschuß fehlen und nichtmals der ganze Vorstand des Brinkhuusvereins kommt, dann verabreden sich nur wenige Andere auf eine Veranstaltung im Brinkhuus. Diese konnten aber einen schönen Valentinsabend (externer Link) genießen.

Pemmikan – jenseits von Gammelfleisch

Gammelfleischparty ist das Jugendwort des Jahres. Das haben wohl irgendwelche Studienräte erforscht. Gemeint sind Ü-30-Partys. Aus diesem Blickwinkel betrachtet wäre wohl halb Behlendorf betroffen, angefangen beim Bürgermeister, seinen Stellvertretern und dem ganzen Gemeinderat. Wäre das der Spott der Jugend, weil die Gemeindevertreter als "Silversurfer" (Internetnutzer mit grauen Haaren) keine Ahnung von Datenautobahnen und der Bedeutung von schnellen Internetverbindungen für die berufliche Zukunft der Behlendorfer haben, sich Zukunftsfragen verweigern könnten? Keine Sorge, der ein oder andere weiß auch da, das "Datenzäpfchen" den USB-Stick meint, der für den Dateienaustausch in den PC gesteckt wird. Powerpoint ist keine Kampfhundemischung aus Pudelpointer und Wackeldackel. Diese Gemeindevertreter sind sozusagen "Pemmikane", schon bei Karl May beschrieben (neuerdings als E-Book im Geiz-ist-Geil-Shop): Pemmikan aus luftgetrocknetem und gedörrtem Fleisch, frei von Bakterien, nach Indianerart aus starken Bisons gemacht sozusagen der "Schatz im Silbersurfersee".
Noch ein Wort der Jugendsprache? Blumensträuße nennt der Nachwuchs unschuldig "Heuchelbesen". Aha.

Thesaurier - diesseits der Sprachförderung

"Heey…hab da ma ne frage…brauche ich in behlendorf aufsichtsperson?? Bin 15…und wenn ya wie lange kann ich denn da bleiben?? Warte auf antwort…Liebe Grüße."
Aus den LN vom 24.9.2008 über die Anfrage eines unbekannten Nutzers im Gästebuch der Homepage des Veranstalters Top-Disco-Show zur Beachparty in Behlendorf.


Kulissenschieber

Weniger Ärger als Lübeck mit der Buddenbrookverfilmung hat Behlendorf mit der ZDF-Produktion "Das Duo". An zwei Tagen wurde in Behlendorf gedreht. Polizeiwagen, Leichenwagen und zahlreiche Fahrzeuge der Filmcrew kurvten über die Waldwege im Lauenburgischen. Das Rätsel, was die Beifahrerin der silbernen Limousine unter ihrem Mantel trug, soll auch erst zum Sendetermin im Neuen Jahr gelüftet werden. Pro Drehtag zahlen Produktionsfirmen 1.500 bis 2.000 Euro für die Location, die dem Grundstückseigentümer zustehen.

Stephan Behlen
Wer ist nach wem benannt?

Kinder, Jäger, Förster, Spaziergänger – alle haben Geschichten aus dem Wald parat. Einer der ersten war Stephan Behlen. Er lebte von 1784 bis 1847, war erst im Forstdienst, dann Professor der Naturgeschichte, begründete 1825 die "Allgemeine Forst- und Jagdzeitung" und sammelte in 5 Bänden "systematisch" die Jagd- und Forstgesetzgebung der deutschen Bundesstaaten (1827/33). Man müsste sich mal in den umliegenden Wirtshäusern umhören, ob Stephan Behlen etwas mit der Behlendorfer Wald zu tun hatte. Denn bislang war er als Forst- und Jagdschriftsteller nur in der Gegend von Aschaffenburg bekannt.

Preußisch grün
Behlendorfer Wald / Behlendorfer Forst

"Die Schießkuhle", kommt wie aus der Pistole geschossen die Antwort, wenn man einen Butscher nach dem schönsten Ort im Behlendorfer Wald fragt. Klar hier finden sich beschriftete Steine des Gefallenendenkmals, dessen Hauptteil 1967 an die Kirche verbracht wurde. Hier kann man Dachsbauten finden oder Fuchsbauten - oder Dachsbauten, die von Füchsen bewohnt werden. Nur wenige Schritte entfernt: ein Hundeparadies; hier preschen wasserverrückte Vierbeiner in den See. Dann Kinderstimmen, nur wenig weiter der Waldplatz, wo unser Kindergarten dienstags und donnerstags ist. Ein Hochsitz, eine abgebrochene Brücke über einem Wasserlauf, der wohl vom See zum Elbe-Lübeck-Kanal führt. Das Zusammenspiel von Natur und Kultur ist kaum irgendwo so dicht wie hier im Behlendorfer Forst. Der Försterberuf selbst ist seit Loriots Weihnachtsgedicht entmystifiziert, als die Försterin im Herrenzimmer ihren Gatten meuchelt, zerwirkt und über Knecht Ruprecht als Geschenkpakete entsorgt. Doch der Wald selbst ist und bleibt seit Jahrtausenden ein Mythos, dem auch schnulzige Fernseh-Serien über die Forstarbeit nichts anhaben können. Preußisch diszipliniert geht es in der Forstwirtschaft inzwischen zu, denn die Nachhaltigkeit – nur so viel zu entnehmen, wie nachwächst – wird inzwischen sogar als ökologisch angesehen, obwohl sie als Prinzip für die Forstwirtschaft von den Preußen erfunden wurde.

Großes Zirkuserlebnis in kleinem Dorf

Ein guter Zirkus berührt die Herzen der Menschen: "Seit Jahren die schönste Veranstaltung im Dorf," sagte ein achtzig- jähriger Mann mit leuchtenden Augen. Nur "Toll...!" und dann sprachlose Freude, meinte eine neunjährige Artistin, auch sie mit jenem Schimmer in den Augen, der besondere Rührung widerspiegelt. Der Verein Brinkhuus Behlendorf und ein mit Kinderschar und Trommel durch die Straßen des Ortes ziehender Ausrufer hatten zu einer Vorstellung des Zirkus Behletti in das Festzelt am Brink eingeladen. Und es wurde eine der vollsten Veranstaltungen, die die Behlendorfer in letzter Zeit erlebt haben. Drei Tage lang hatten 35 Kinder und der Clown Mücke trainiert und boten kleine und große Kunststücke sowie Clownereien auf Kosten der Erwachsenen, bevorzugt der Autoritäten des Dorfes. Die Akrobatik reichte von Seilartistik der Kleinsten über Fakirnummern der Größeren bis zum "Ritt auf der Giraffe", dem doppelthohen Einrad. Mit großer Gelassenheit zelebrierte ein kleiner Butscher "die schwebende Jungfrau", von drei Mädchen geschickt ausgeführt. Weiterer Höhepunkt war eine Feuerspei-Nummer des Proficlowns Mücke, der das Zirkuserlebnis organisiert hatte.


Schall und Rauch

Stöbert man in alten Schriften über frühere Sitzungen der Feuerwehr oder Gemeinde heißt es beispielsweise 1922, dass am Ende zu Lasten der Kasse Zigarren ausgegeben wurden. Heutzutage undenkbar, denn seit neuestem ist im Feuerwehrgerätehaus, dem Vereinshaus am See und dem Brinkhuus das Rauchen in allen Räumen verboten, weil es Gebäude der Gemeinde sind und die Gemeinde Träger öffentlicher Verwaltung ist - womit alles unter das Nichtrauchergesetz fällt. Zum Glück hat das kein Bürgermeister und keine Gemeindevertretung zu verantworten, sondern ist von mehr oder wenig klugen Köpfen im fernen Kiel und noch fernerem Berlin zum Gesetz gemacht worden. Hintergrund ist eine weltweite Welle gegen das Rauchen, dessen Risiken durch zugemengte Chemikalien und Aromastoffe gestiegen ist und weder mit heimischen Zigarrenprodukten früherer Jahre vergleichbar ist, noch heutigem Wissen entspricht. Schon lange werden darum viele Reden dafür und dagegen geschwungen.
Im Süden unseres Landkreises wird sogar Tabak angebaut, aber auch wenn dort ein Bürgermeister dem Tabakbauern einen Gefallen bereiten wollte: Er müsste für eine Zigarette für viel Geld einen baulich abgetrennten "Nebenraum" schaffen, alle anderen Versprechungen wären Schall wie Rauch und angesichts der Bußgeldvorschriften des Landesgesetzes von keinem Bürgermeister zu verlangen. Aber schließlich hatte auch kein sich betroffen fühlender Bürger und Gaststätten-Gast gegen das Schleswig-Holstein-Gesetz geklagt – womit alle Verbote bis heute uneingeschränkt gelten.

Kinderfest und Mienenspiel

Stellen sich Erwachsene beim Ritt auf einem elektrischen Bullen zur Schau, zeigen Mienen und Johlen der Zuschauer die Freude am raschen, uncoolen Sturz. Ganz anders beim Kinderspiel: Die Mienen der Zuschauer zeigen Anteil und Miterleben des kindlich in sich selbst gekehrten Spieles aus Bewegungsgeschick und Karusselerlebnis. Kinderfest ist eine der wichtigen Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft.
Schon beim Sammeln spenden viele Ältere überpro-portional. Bei Kaffee und Kuchen schauen sie, wie groß der Nachwuchs geworden ist. Kinderglück und Freude, wenn die Kleinen eine "Behlendorf-Mütze" aufgesetzt bekommen und einen Gutschein des Spielgeschäfts Brüggemann errungen haben - das kann kein Fernsehsender bieten.
Ob "olympisch" oder "afrikanisch" bei "König der Löwen", ob mit professionellem Team oder selbst organisiert - Kinderschar und Besucherzahl sollen eines zaubern: Ein bisschen Glück ins Mienenspiel.

Global Village

Die Kanal-Pappeln reisen von der Ziegelei 10.000 Meilen nach China

Drei Viertel der am Elbe-Lübeck-Kanal bei Behlendorf gefällten Pappeln sind schon abtransportiert. 25 LKW-Container wurden bereits beladen. Acht weitere Überseecontainer werden noch folgen und das Holz aus dem Herzogtum Lauenburg nach Yantian, einem der Stadtbezirke von Shenzen, verschiffen. Die Reise wird ca. 30 Tage dauern und 10.000 Seemeilen lang sein. Shenzen bei Hongkong ist eines der am schnellsten wachsenden Gebiete der Welt. Der in Behlendorf am Kanal wohnende Günter Grass schreibt in seinem zweiten autobiografischen Buch (Präsentation am 29.8.2008) "Die Box" über den amtlichen Beschluss zur Fremdartigkeit und das Fällen der Pappeln. In Behlendorf langjährig ansässige Familien sehen das Baumfällen gelassener, da sie den Kanal noch ohne Pappeln kennen und sich auf die Neuanpflanzungen freuen.

Schweinebucht

Jajaja: die Mondlandung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 21./20. Juli 1969 während Mike Collins in der Columbia den Mond umkreiste – alles Fake, gefälschte Fernsehkunst aus Hollywood. So mancher nimmt diese weit verbreiteten Gags um die Zweifler ernst: Eine Mondlandung hätte es nicht gegeben, es gab nur Bilder aus kalifornischen Fernsehstudios.
Und wo fand dann Kennedys Politikdebakel "Schweinebucht" statt? Zur Info sei in Erinnerung gerufen, dass der 35. US-Präsident John F. Kennedy Kuba von Fidel Castro befreien wollte und in der Schweinebucht scheiterte. Nun, eine Schweinebucht hat der Behlendorfer See auch, aber der nun aufkommenden Mutmaßung, hier bei uns hätten die Drehaufnahmen stattgefunden, kann gleich widersprochen werden.
Unsere Schweinebucht auf der Karte dient dazu, Anglern den See zu erklären. Und wer schon einmal Neil Armstrong z.B. in der TU München selbst treffen konnte oder in Cape Canaveral im Kennedy Space Center war, weiß, alle diese Personen, Raketen, Räume: das war schon so, 1969.

Weit verzweigte Geschichte

Behlendorf hat neben vielen Baudenkmälern auch zwei Natur-Denkmale: Die Insel im See und eine ca. 800 Jahre alte nahezu ewige Eiche neben der Kirche, jedoch wegen des nahen Gefallenendenkmals, das seinerzeit extra aus Seenähe hierher verlegt wurde, von einzelnen als unschick empfunden.
Die Eiche hat ebenso wie die Kirche einen verblüffenden Effekt, denn nicht nur Eichenfreaks und Predigtlauscher sehen Baum und Kirche als "ihre" an, auch tägliche Spaziergänger, Friedhofsbesucher und Vorbeifahrende nehmen ohne große Worte die Silhouetten wahr und betrachten es still und vertraut als "ihrs", ihrer Heimat zugehörig.
Schmunzeln kann man dann, wenn eine Zeitung, allgemein aus Frankfurt kommend und einen Bruchteil der 800 Jahre alt, nur einen findet, der einzig sein will, und diesen Baum und seine "Energie" zu verstehen glaubt – ach, Zeitungspapier wie bist Du vergänglich, Baum und Kirche gehören doch allen.

Wann kommt der Nandu?

Dereinst sind südamerikanische Nandus aus einer "Straußenfarm" ausgebüxt. Sie halten sich östlich der Wakenitz im Kreis Nordwest-Mecklenburg etwa bei Utecht in freier Wildbahn auf und sind dort häufig zu sehen. Seit Ende März 2008 ist jeweils ein einzelner der Großvögel nördlich von Marienwohlde und fast an der Albsfelder Kreuzung gesehen worden. Bald erreicht der Nandu Behlendorf.

Ballonfahrer am Kanal

Ruhig steht das Wasser, in weichen Krümmungen folgt die Linienführung feinfühlig dem sanft hügeligen Gelände. Harmonisch ist das dunkle Band von Süden nach Norden in den Verlauf der Natur eingefügt, so als hätte sich das Wasser diesen Weg selbst gesucht. Ein reicher Hamburger Fischhändler hat sich hier ein Häuschen errichtet, von dem aus er Wasser, Landschaft und die über die Region ziehenden Wetterwolken beobachten kann. Nur wenige Meter entfernt stehen die Reste einer Windmühle; die Müller und Bäcker hatten die Windenergie über den Hügeln am Wasserlauf lange genutzt, bevor sie zur Stromerzeugung gefunden wurden. Die Inflation, eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit, raubte dem Fischhändler seine Ersparnisse, er musste seinen Ruhestand im Altersheim verbringen, statt ihn im erbauten Wohnsitz zu genießen. So schöpft heute ein Schriftsteller mit seiner Frau Kraft aus dem Blick über den Elbe-Lübeck-Kanal, den der Lübecker Wasserbaudirektor Rehder entwarf und dem Verlauf der alten Stecknitz und ihrem Kanal in einem eiszeitlichen fast nord-süd-ausgerichteten Urstromtal anpasste.

Im Sommer ziehen zur frühen Morgenstunde Angler im Gänsemarsch zu ihren Plätzen entlang des Kanals, um schweigend ihrer Profession nachzugehen. Eine Entenfamilie schwimmt zum ersten Tagesausflug über das Wasser, am Himmel kreist ein Bussard, lauert in ruhigem Flug auf Beute aus den Wiesen und Feldern. Fern schwebt ein Heißluftballon, um die Thermik des Tagesbeginns zu nutzen. Auch der Ballonfahrer hat sich diesen südlichsten Ort des Lübecker Sprengel ausgesucht, um den städtischen Trubel der Hansestadt allenfalls aus der Luft zu beobachten.

Rehderblick Behlendorf

Der Errichter des Elbe-Lübeck-Kanals ist Wasserbaudirektor Peter Rehder. Nach ihm ist dieser herrliche Blick benannt, der in Nord-Süd-Richtung vom Schorberg über die Behlendorfer Schleuse auf einen kaum wahrgenommen kurvigen Verlauf des Kanals fällt. Anlass für dieses Foto war eine Zeitungsveröffentlichung und sich daran anschließende stundenlange Recherchen.

Grautiere und andere Esel

Zwei Esel hatten so ihre eigene Sichtweise von Behlendorf. Der eine, Fridolin, lebte auf dem Gut und lief frei herum wie ein Hund. Ähnlich treu war er auch, denn er lief niemals davon, sondern freute sich über Besucher. Der andere war ebenfalls ein treuer Geselle, stammte aus dem Eselspark und zog etliche Jahre lang eine kleine Kutsche mit seinem Herrn und dessen Frau durch die Behlendorfer Dorfstraßen und die Feldmark. Aktuell gibt es ein Grautier, und ob man irgendwo noch den einen oder anderen Esel vermuten könnte, wird hier wohlweislich verschwiegen.

Kibbelkabbel

Ein Spiel in Hollenbek, an das sich die heute 30 bis 35-Jährigen gut erinnern. Es konnte noch auf der Straße gespielt werden, weil es längst nicht so viel Verkehr wie heutzutage gab. Mit einem Stock wurde ein Stein geschlagen. Heute gibt es etwa 70 Kinder in Behlendorf. Jedenfalls ist das die Zahl, mit der man bei einem Kinderfest rechnen sollte.

Berge

61,3 Meter oder sogar 61,4 Meter misst der Himmelsberg und ist damit der höchste Berg in der Gemarkung Behlendorf. Von dort kann man die Kirchturmspitzen Lübecks sehen. Wer hier jemals mit dem Fahrrad gefahren ist, weiß, dass es vielleicht im Englischen Garten in München topfeben ist; im Norden nicht. Denn hier gibt es Berge: Taubenberg, Schiefenberg, Heidberg, Schorberg und Papiermühlenberg. An letzterem beschreibt jetzt der berühmteste Neu- Behlendorfer seine Papiere. Er ist ein Literaturnobelpreisträger, der dieses ehemals mit der Försterei als Försterwohnung verbundene Gebäude bewohnt, ein als Sommerfrischenvilla eines Hamburger Fischhändlers erbautes Haus mit Blick auf den Kanal. Von der Papiermühle gibt es – außer einem Bachlauf – nichts mehr zu sehen.

Backhäuser und Nebengebäude

Die alten Höfe hatten alle ein einzeln stehendes Backhaus und andere Nebengebäude. Die Nebengebäude auf dem Hof des künftigen Dorfgemeinschaftshauses sind im Sommer 2003 zusammengefallen. Einzelne dieser Nebengebäude in Behlendorf sind heutiger Nutzung zugeführt: So gibt es ein Atelier in einer alten Garage oder ein zur Bibliothek umgebautes Backhaus oder ein komplettes Tonstudio mit Blick auf den Behlendorfer See.

Beachparty

An einem Sommerabend im Juli kommen bis zu dreitausend und mehr junge Besucher nach Behlendorf. Ihre Seite von Behlendorf ist eine Party, die seit einigen Jahren mit freiem Blick auf das Sternenzelt an unserem See stattfindet. Laserblitze erhellen dann den Nachthimmel, die Zufahrten sind zugeparkt und der Veranstalter sammelt am nächsten Morgen so manchen Müll aus den Vorgärten. Typisch behlendorferisch ist das Mittel gegen die wuppenden Bassrhythmen: Einfach eine eigene Party veranstalten und gegen später mal am See vorbeischauen.

Glück gehabt

Fehlende Spritzufuhr und ein stotternder Propellermotor zwangen im Sommer 2003 den Briten Peter zu einer Notlandung auf einer Wiese am Himmelsberg. Quer über das Nachbarfeld gesegelt und mit dem Fahrwerk in die Treckerspuren gehalten – so ging alles glatt. Die Polizei spannte Flatterband, tagsüber harrte ein ziviler Wachtposten aus, einige Nächte hatte der Jagdpächter ein Flugzeug vor der Nase, einige junge Damen halfen mit Reservekraftstoff, die Flugbehörden gaben eine Sonderstarterlaubnis, die Spedition brachte eine neue Benzinpumpe, die letzten fehlenden englischen Spezialschrauben wurden am Flughafen Lübeck-Blankensee geholt – und am Schluss konnte das rare Stück wieder starten, drehte nach einer Platzrunde ab, flog weiter und ist nach wie vor im Einsatz. Es ist mitunter auf den Hamburg Airport Classics zu bewundern: eine heute seltene Miles Messenger MK38 IIA aus dem Jahre 1947.

Mauerstürmer

Eine kleine Gedenktafel am Brink erinnert an den 9. No- vember 1989, einem deutschen Schicksalstag. Am 9.11.1923 zeigte sich beim Hitler-Putsch die politische Aggression der Nazis, am 9. November 1938 in der Reichspogromnacht bei Brandschatzen und Morden deren völkerverbrecherische Aggression. Doch am 9.11.1989 gelang es friedlichen Revolutionären die Berliner Mauer von 1961 und den von Winston Churchill so genannten "Eisernen Vorhang" zu überwinden.
Normal bieten Mauern Schutz und Geborgenheit, man denke an die Feldsteinmauern unserer Kirche und vielleicht reden nur noch einige versprengte Anhänger der Spät-68er-Bewegung aus Paris oder Amerika Parolen wie "wir wollen Mauern einreißen", wenn ihre Argumentation nicht überzeugen konnte, denn schließlich lässt man dabei völlig unsolidarisch irgend jemanden im Regen stehen.
Die Menschen in Ostdeutschland standen jahrzehntelang im Regen und wurden in Unfreiheit festgehalten, als müsste die Mauer, sie oder uns gegeneinander beschützen. An diese Sinnverdrehung einer Mauer und ihre Überwindung erinnert der Stein mit den gereichten Bruderhänden für alle Menschen in dem 1990 wie erstmals 1871 geeinten Land.

Großalarm

Einige am Ufer zurückgebliebene Kleidungsstücke und eine zum Badengehen aber nicht beim Zurückkehren beobachtete Frau verunsicherte andere Badegäste. War der Dame ein Krampf, ein Kollaps oder sonst etwas zugestoßen?
Im Zweifel auf der sicheren Seite: Ein Großalarm wurde ausgelöst, Feuerwehren und Rettungskräfte der ganzen Umgebung kamen mit Motorbooten, Flutlicht und anderem technischen Gerät nach Behlendorf. Unsere Freiwillige Feuerwehr und die DLRG machten einen guten Job. Viele Behlendorfer ruderten raus und suchten bis in die tiefe Nacht und ab dem Morgengrauen – erfolglos. Anderntags mittags löste sich das Rätsel: Kleidungsstücke und Frau gehörten gar nicht zusammen. Diese war wohlbehalten. Doch ebenso intakt waren das gemeinsame Gefühl und die gemeinsame Tat, helfen zu wollen.

Glockenmarkt

Geldsorgen kennt so ziemlich jeder. Und auch die öffentlichen Kassen und die Kassen der Kirche sind leer, weil die gegenwärtig schwierige Wirtschaftslage nur wenig Steuereinnahmen bringt. Kindergarten oder Renovierungen: Überall ist die Lage gleich – zu wenig Geld. Bei der Renovierung der Kirchenglocken und mit der Idee, sich vielleicht eine zusätzliche dritte Glocke zu gönnen, ging die Kirchengemeinde einen neuen Weg. Drei Frauen organisierten einen großen Flohmarkt auf den von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellten Flächen sowie Privatgärten und erzielten ein ansehnliches Ergebnis.

Fisch-Abfall und Biogas

führten zur Standortfrage Biomasse und zum sogenannten Biomasse-Streit von Behlendorf

Mal still ruhend und die Umgebung tief schillernd widerspiegelnd, mal vom Wind zerzaust und mitunter zugefroren präsentiert sich der Elbe-Lübeck-Kanal. Mit einem großen Fest wurde im Sommer 2004 der Radweg entlang des Kanals eingeweiht. Die Behlendorfer veranstalteten ein große Fahrradrallye. Und die Crême der internationalen Radstars wie der Innenminister Klaus Buß, der Kreispräsident Meinhard Füllner oder der Altmeister Rudi Altig wünschten auf ihrem Strampelweg entlang der Wasserstraße vor allem eines: Wasser. Das kriegten sie und alle anderen an der Behlendorfer Schleuse. Und die Behlendorfer kriegten die Probleme der zu knapp bemessenen Becherzahl ganz einfach gelöst: Mit einer zweimannbetriebenen mineralwassergespeisten Becher-Duschaktion.

Meister Adebar - Störche

Im einem Frühjahr hatten zwei Störche das Nest auf der hohen Stange in Hollenbek zu ihrem Tageshorst ausgewählt. Die Storchenpaare aus Berkenthin und Anker sind häufig auf den Feldern und Wiesen von Behlendorf unterwegs, um Futter zu suchen und damit ihre Brut aufzuziehen. Jetzt warten wir in Behlendorf, wann das Jungpaar wiederkommt und wann es Nachwuchs gibt.

Beliebte Bilder

Zu den beliebtesten Behlendorf-Bildern zählen die Luftaufnahmen im Kopf dieser Internetseite behlendorf.net . Seit 2003 illustrieren sie die Lage Behlendorfs im Kreis Herzogtum Lauenburg.